Geschüttelt, nicht gerührt oder vielleicht doch ein Bier?

Seit Anfang November läuft SPECTRE in den deutschen Kinos. Auch wenn der Film nicht so erfolgreich gestartet ist, wie sein Vorgänger SKYFALL, so hat er doch in England den Rekord als erfolgreichster Kinostart aller Zeiten eingefahren.

Nicht zuletzt wegen des mehr als erfolgreichen SKYFALL sind die Erwartungen an SPECTRE mehr als hoch. Christoph Waltz als Bösewicht Franz Obermann, lässt einen an die klassichen Bonds mit Gert Fröbe als Goldfinger zurückdenken. Und auch das neue Bond Girl und die scheinbar ewig jung gebliebene Femme Fatale Monica Bellucci, wecken große Erwartungen.

Fortgeführt wird die Geschichte, die mit EIN QUANTUM TROST begonnen hat und mit SKYFALL seine Fortsetzung gefunden hat. 007 hat aber bereits seit CASINO ROYALE eine Wandlung durch gemacht, die sich sehen lassen kann. Daniel Craig in der Rolle des James Bond erinnerte zu Beginn fast mehr an einen Actionstar wie Jason Statham als an den Gentleman aus dem englischen Königreich. Erst mit SKYFALL hat 007 wieder zu seinen Wurzeln zurückgefunden. Der Agent hat sich nun wieder bereinigt und ist mehr Gentleman, der nun auf die eine oder andere Weise die Klischees in modernerem Gewand weiterführt. Ein schlauer Schachzug der Filmemacher, so steckte man doch mit Pierce Brosnan zuletzt gefühlt in immer wider gleichen Rollenverteilungen, man konnte aus dem gerlernten Mustern nur schwer ausbrechen. Nun begeistert man die jüngeren Zuschauer und holt gleichzeitig auch die Fans der Klassiker wieder mit in das Boot.

„Geschüttelt und nicht gerührt“, es gibt wohl kaum einen Satz, bei dem fast jeder Filmfan sofort weiß, worum es sich handelt. In seiner Findungsphase trank Daniel Craig als Bond zwischenzeitig lieber Bier und wollte nichts von dem Traditionsgetränk des Agenten wissen. Und auch als ein Barkeeper nach der Bestellung eines Wodka Martini die entscheidende Frage stellt, antwortet Bond nur gelangweilt: „Sehe ich aus, als ob mich das interessiert“.

Wurde in den Originalbüchern von Ian Flemming noch der Martini, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen italienischen Wermut-Marke, mit Gin gemixt, so trinkt Agent 007 seinen Cocktail lieber mit Wodka. Das hat sicherlich auch mit dem ein oder anderen dezenten Productplacement zutun, welches sich so leichter einbinden ließ.

Da es meiner Ansicht nach nicht das eine Bond Rezept für einen Cocktail gibt, hier nun eins, was mir gut gefällt:

Wodka-Martini mit Olive, der sich natürlich stilecht zu einem Bond-Film-Abend oder in der Cocktailbar nach dem Kinofilm genießen lässt.

Zutaten:

  • 5 cl Wodka
  • 1 cl Wermut (trocken)
  • 1 grüne Olive ohne Stein
  • Eiswürfel

Zubereitung:

  1. Eiswürfel in ein Rührglas geben.
  2. Zuerst den gekühlten Wodka, anschließend den Wermut in das Rührglas geben.
  3. Die Zutaten schütteln, nicht rühren!
  4. Den Drink in ein Martiniglas geben.
  5. Die Olive auf einem kleinen Holzspieß stecken und dazugeben.

WodkaMartini007

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