Gwyneth Paltrow kocht!

Nicht nur in Filmen essen Darsteller zuweilen, auch privat gibt es Schauspieler, die sich kulinarisch austoben. Gwyneth Paltrow gehört zu eben jenen Schauspielerinnen wie auch Sophia Loren oder Eva Longoria, die ihr eigenes Kochbuch veröffentlich haben.

Aktuell befindet sich Gwyneth Paltrow auf einer Promotion-Tour für ihr zweites Kochbuch, welches im April in der englischen Ausgabe veröffentlicht wird.  Dieses sorgte bereits durch den sehr strikten Verzicht auf Kohlenhydrate für mediales Aufsehen, was sich aber sicherlich nicht negativ auf die Verkaufszahlen des Buchs auswirken wird. Der Spiegel hat einen kurzen interessanten Artikel zu diesem Thema verfasst.

Ihr erstes Kochbuch „Meine Rezepte für Familie & Freunde“ erschien bereits 2011.

Kochbuch Paltrow

In ihrem Kochbuch dreht es sich nicht um die Schauspielerin Gwyneth Paltrow, sondern um sie und ihre Familie. Die Leidenschaft fürs Kochen hat sie von ihrem bereits verstorbenen Vater erhalten. Die Beziehung zu ihrem Vater und sein Einfluss auf ihre Essensgewohnheiten werden in der Einleitung deutlich und auch in einigen Rezepten wird dieser Bezug immer wieder aufgegriffen. Gwyneth Paltrow ist aber auch selber Mutter von zwei Kindern und so ist das kindgerechte Kochen ebenso ein wichtiger Bestanddteil des Buchs. Sie legt insgesamt großen Wert auf eine ausgewogenen, gesunde und natürliche Ernährung.
Man findet in diesem Kochbuch, kein Rezept für rotes Fleisch. Gwyneth Paltrow hat sich aufgrund der Erfahrungen mit Massentierhaltung bewusst entschieden, kein rotes Fleisch zu essen. Insgesamt sind die Rezepte aber sehr abwechslungsreich und vielfältig. Burger und Sandwiche haben ein eigenes Kapitel sowie auch das Frühstück. Leider ist das Dessert-Kapitel für meinen Geschmack etwas zu dürftig ausgefallen. Die einzelnen Rezepte enthalten meist einen kurzen Text, in dem ein persönlicher Bezug zu dem jeweiligen Gericht deutlich wird. Nicht jedes Rezept ist mit Bildern illustriert, dafür sind die Fotografien aber insgesamt sehr ansprechend.

Als Kochbuch sehr lesenswert, ich werde bestimmt noch das ein oder andere Rezept ausprobieren. Es gibt eine schöne Mischung aus einfacheren und aufwendigeren Rezepten. Leider sind bei einigen Gerichten teilweise sehr exotische Zutaten angegeben, welche das einfache Nachkochen so etwas erschweren.

Meinen ersten Test habe ich mit zwei leichteren Gerichten gemacht. Direkt ins Auge gefallen ist mir das Rezept „Karamelisierter Rosenkohl“. Ich liebe Rosenkohl und da es schon viel zu lange her ist, seit ich die letzte Portion gegessen habe, war es natürlich keine Frage dieses Rezept einmal auszuprobieren. Das Gericht ist im Kochbuch unter Beilagen eingeordnet, aber den gebratenen Rosenkohl kann man auch sehr gut alleine als Snack essen.

Rosenkohl Pfanne

Gebratener Rosenkohl

Zutaten für 4 Personen:

  • 500g Rosenkohl
  • 4 EL Olivenöl + etwas Olivenöl
  • Salz
  • Saft einer halben Zitrone

Zubereitung:

  1. Den Rosenkohl in kochendem Wasser ca. 7 Minuten kochen. Der Rosenkohl darf nicht zu weich werden und muss noch ein wenig Biss haben. Den Rosenkohl in ein Sieb abgießen und abkühlen lassen. Jedes Röschen anschließend halbieren.
  2. 2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne heiß werden lassen. Die Hälfte der Röschen mit der Schnittseite nach unten in die Pfanne geben. Etwa 5 Minuten bei gleichmäßiger Hitze anbraten lassen. Dabei darauf achten, dass die Röschen nicht anbrennen. Wenn der Rosenkohl knusprig braun ist, die Röschen in der Pfanne wenden und auf der anderen Seie noch einmal 3 Minuten anbraten. Für die zweite Hälfte Rosenkohl erneut 2 EL Olivenöl in die Pfanne geben und wie oben beschrieben verfahren.
    Den Rosenkohl auf Tellern anrichten, mit grobem Mersalz aus der Mühle bestreuen, mit Olivenöl beträufeln und den Saft der Zitrone auf den Röschen verteilen.

Rosenkohl

Da ich noch etwas Brot vom Vortag zuhause hatte, habe ich noch das Panzanella-Salat Rezept ausprobiert. Im Original-Rezept werden Tomaten und Paprika im Vorfeld noch einmal getrocknet bzw. geröstet, hier habe ich dafür dann aber die frische Variante gewählt. Beim Brot ruhig auch die Kruste mit verwenden, das gibt dem Salat eine knusprige Note. Ein einfaches Gericht, was sich auch schnell zubereiten lässt.

Brotwürfel

Panzanella

Zuaten für 4 Personen:

  • 150 g Brot vom Vortag (Bauernbrot), gewürfelt
  • Je 1 gelbe und rote Parikaschote, gewürfelt
  • 250 g Kirschtomaten, geviertelt
  • 2 EL Essig (Rotwein oder Sherry)
  • 75 ml Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 4 Sardellenfilets in Öl, fein gehackt
  • 1 Handvoll Basilikumblätter

Zubereitung:

  1. Brot, Parikawürfel und Tomaten in einer Schüssel mischen. Essig, Öl und Sardellenfilets mischen und mit Salz und Pfeffer abrunden. Die Sauce über den Salat träufeln. Die Basilikumblätter grob zerrupfen und zum Salat geben. Alles gut vermischen und mindestens 15 Minuten ziehen lassen.

Panzanella

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